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Jean François Champollion
Enzifferte 1822 die Hieroglyphen
Die Ehre, es fertiggebracht zu haben, die Hieroglyphen zu entziffern, steht eigentlich zwei Wissenschaftlern zu: dem Engländer Thomas Young und dem Franzosen Jean-François Champollion (1790–1832), die sich beide etwa zur gleichen Zeit an die Arbeit gemacht hatten und ihre Bemühungen mit Erfolg gekrönt sahen. Trotzdem müßte Champollion, mehr noch als sein Gegenspieler als der eigentliche Entzifferer der Hieroglyphenschrift angesehen werden. Da, wo Young mit Eingebung vorging, wandte Champollion wissenschaftliche Methodik an. Er drang mit seinem Studium soweit vor, dass er bei seinem Tode im Jahre 1832 eine Grammatik und ein Wörterbuch hinterließ. Champollion legte 1822 in seiner berühmten Abhandlung Lettre à M. Dacier relative à l'écriture des hiéroglyphes phonétiques, die Prinzipien der ägyptischen Schrift dar und zwei Jahre später publizierte er sein Précis du système hiéroglyphique.
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François Champollion hatte sich bereits als Kind für das alte Ägypten interessiert, und die alte Schrift zu entziffern war für ihn ein lang ersehntes Ziel. Als Zwölfjähriger schon, hatte er die Grundlagen des Hebräischen und Arabischen erlernt und in den Jahren danach beschäftigte er sich mit Syrisch, Chaldäisch, Chinesisch, Sanskrit, Persisch und vielen anderen Sprachen. Mit 16 Jahren hatte er sich auf das Koptische spezialisiert und vertrat auch die Ansicht, dass das Koptische eine Spätform der alten ägyptischen Sprache der Hieroglyphen ist. 1808 hatte er dann 15 demotische Zeichen des Rosette-Dekrets (Stein von Rosette) und ihre koptische Entsprechungen korrekt identifiziert. |
Buchtipp zur Entifferung der ägyptischen Hieroglyphen:
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