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Hieroglyphen

"Hieroglyphen" von "hiero glyphica" das heißt "heilige Zeichen"

Die alten Ägypter nannten ihre heiligen Zeichen allerdings so: "medu-netscher" (ägyptologische Aussprache); was in der Übersetzung heißt: Worte Gottes. Die "Hieroglyphen" zählen zu einer der Schriftarten im alten Ägypten.

Der Ausdruck Hieroglyphe ist griechischer Herkunft und setzt sich zusammen aus den Komponenten (h)ierós »heilig« und glyphein »einritzen«, »schnitzen«. Die treffendste Übersetzung von Hieroglyphe ist »heiliges Schnitzwerk« oder auch »heilige Vertiefungen«. Die Hieroglyphen wurden hauptsächlich für monumentale Zwecke verwendet. Zur Zeit des Alten Reiches gebrauchten die Ägypter diese Zeichen größtenteils für religiöse Inschriften oder Gedenkschriften in Palästen, Tempeln und Gräbern sowie auf Statuen, Särgen, Sarkophagen, Amuletten und Schmuck.
Hieroglyphen gab es überall in Ägypten. Sie waren einfach in Stein gehauen, häufig mit schillernden Farben ausgemalt und in seltenen Fällen sogar mit Gold überzogen. Die hieroglyphische Schrift war tatsächlich immer die Schrift, die in die Wände von Tempeln, Gräbern, Stelen usw. eingemeißelt wurde, es war also wirklich eine Schrift zum Meißeln besonders von Heiligem.
Bei den Schreibern dieser Schrift für die Ewigkeit, handelte es sich vielfach um Priester; handelte es sich doch bei dieser Schrift um eine "heilige Schrift", der die alten Ägypter Heiligkeit zugesprochen hatten. Nach der Mythologie Ägyptens war der Erfinder dieser heiligen Zeichen der Gott Thot – Herr der Schreibkunst, der Wissenschaften und der Zeit.
 

Hieroglyphen Gruppierungen

Es gibt drei große Kategorien (Gruppierungen) von Hieroglyphen, zwischen denen es Übergänge geben kann. Diese Dreiteilung geht im Prinzip bereits auf Champollion zurück.

 

I. Phonogramme (Lautzeichen) sind unabängig von ihrem Bildwert als einzelner Konsonant oder als Folge von zwei oder drei Konsonanten zu lesen. Zu dieser Gruppe von Zeichen zählt auch das "Ägyptische Alphabet" - welches allerdings die Wissenschaft zusammengestellt hat. Siehe auch Rubrik "Alphabet".
Abb. Hieroglyphe links: Phonogramm / Einkonsonantenzeichen / Aussprachen: w, u, o


II. Ideogramme (Begriffszeichen) sind als der dargestellte Gegenstand oder die dargestellte Handlung zu lesen; Man nennt diese Gruppe auch Bildzeichen.
Abb. Hieroglyphe links: Ideogramm: Gottessymbol, Gott /  (aber auch Phonogramm u. Determinativ!) / Aussprache: netscher / Internetumschrift: nTr


 III. Determinative (Deutzeichen), diese Zeichen bleiben stumm. Sie werden als echte Symbolzeichen angegeben, zu welcher Vorstellungsgruppe ein Wort gehört. Damit mindern sie die Vieldeutigkeit einer vokallosen Schrift, wie eben die der altägyptischen, und ersetzen am Wortende stehend, die im Ägyptischen fehlenden Worttrenner weitgehendst.
Abb. Hieroglyphe links: Determinativ: Gott, König

 

Abbildung unten: Sehr schönes Beispiel für die Vielfalt der Hieroglyphen-Schrift
Wandmalerei in der Hathor-Kapelle in Theben-West.
Thutmosis III. opfert in seiner Totenkapelle Wasser und Räucherwerk vor dem thronenden Gott Amun. (Zeichnerische Rekonstruktion)
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Wandmalerei Hathor Kapelle Theben West
Copyright Zeichnung: Anja Semling

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