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 "Hieroglyphen ohne Geheimnis" von Dr. Karl-Theodor Zauzich

Buch Hieroglyphen ohne Geheimnis Hieroglyphen ohne Geheimnis
Eine Einführung in die altägyptische Schrift
für Museumsbesucher und Ägyptentouristen

  • von Karl-Theodor Zauzich
  • Verlag: Philipp von Zabern
  • 130 Seiten
  • Gebundenes Buch
  • 12. aktualisierte und ergänzte Auflage
  • Erscheinungsdatum: August 2012
  • ISBN: 978-3-8053-4267-4
  • Preis: 19,99 Euro

Über den Autor: Karl-Theodor Zauzich ist einer der führenden Hieroglyphen-Experten. Bis 2004 lehrte er Ägyptologie
an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg.


"Hieroglyphen lernen in wenigen Stunden", dies verspricht der Autor dieses Buches!

Als "Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen", so auch der Untertitel des Buches Hieroglyphen ohne Geheimnis, liegt der Leserschaft ein sehr guter Leitfaden vor, der den Weg in die Schriftsprache der alten Ägypter erleichtern soll.
Dr. Karl-Theodor Zauzich (em. seit 2004) hat das Lernbuch bereits im Jahre 1980 geschrieben. Die letzte unveränderte Auflage erschien im Jahre 2000.

Nun ist mit dieser 12. Auflage wieder der Originaltitel, mit neuem Coverdesign, als Nachdruck zu haben. Unverändert im textlichen und bildlichen Inhalt. Lediglich ein sechsseitiger Nachtrag ergänzt das Buch. Darin gibt der Autor auch Internet-Adressen mit kurzen Beschreibungen an, die ebenfalls das Thema ägyptische Hieroglyphen behandeln Eigentlich hätte nach dem ersten Band, bzw. der 11. Auflage, ein zweiter Band folgen sollen, doch Dr. Zauzich wurde auf eine Professur berufen. Insofern blieb es bei den bisherigen Inhalten mit dieser neuesten Auflage.

LeserInnen und AnwenderInnen, die dieses Buch zum Erlernen der ägyptischen Hieroglyphen schon kennen oder besitzen, profitieren mit dem neuen Buch von den weiterführenden Linktipps, die der Autor aus dem Internet herausgesucht hat. Dies gilt natürlich ebenso für die Neuleser. Diese Hieroglyphen-Websites sind verschiedenster Art: reine Informationsseiten, Fernkurs-Angebote, Gardiner Liste, digitale Wörterbucher, Seiten zu Hieroglyphen-Fonts (Computerschriften), Hieroglyphen-Programme, virtuelle Bibliotheken, Datenbanken, und weitere Seiten.

Um ein gezieltes und fundiertes Erlernen dieser einzigartigen Schriftsprache sich anzueignen, ist die konventionelle Methode mittels gedrucktem Lehrbuch, bestimmt eine der erfolgversprechendsten Möglichkeiten. Und für alle die noch nicht die Option hatten mit einem Lehrer zu arbeiten, sei dieses Buch Hieroglyphen ohne Geheimnis als professioneller Einstieg, sehr zu empfehlen. Das Buch ist als grundlegende Einführung zu verstehen. Und ohne Basiskenntnisse ist es fast nicht zu schaffen tiefer in diese alte Schrift einzudringen, mit all ihren Besonderheiten. Geschweige denn machbar kleine Texte oder Inschriften richtig zu übersetzen.

Ziel vorliegenden Buches ist, der Leserschaft das System der Hieroglyphenschrift auf relativ einfache Art, verständlich zu machen. Dies gelingt Zauzich über einen strukturierten und aufbauenden Weg, nämlich den Leser Schritt für Schritt an die Thematik heranzuführen. „Dieses Buch setzt keine sprachlichen Kenntnisse voraus, die über den Lehrstoff der Hauptschule hinausgehen." (Zitiert Zauzich, Seite 7). Trotzdem ist der Leser natürlich gefordert, denn es handelt sich ja um eine durchaus exotische Schrift. Letztlich ist der Lernende aber fähig kleine Texte in Hieroglyphen zu lesen und zu verstehen.

Inhalt:

Eingeteilt ist das Werk in fünf Kapitel mit zahlreichen Unterthemen: 1. Allgemeines, 2. Das Schriftsystem, 3. Beipsiele, 4. Schluß und 5. Anhang. – Am besten man arbeitet sich von vorne nach hinten durch. Querlesen wäre nicht sinnvoll, insbesondere nicht für Anfänger.
Bevor es mit dem Schriftsystem losgeht, klärt der Autor noch über einige Besonderheiten und über Ägyptologisches sowie Aussprache, dieser komplexen Schrift auf.

Wie das Hieroglyphensystem aufgebaut ist, erläutert Zauzich anhand der wissenschaftlichen Gliederungen in die sogenannten Phonogramme, Ideogramme und Determinative der Zeichen ("Buchstaben"). Sowie mit den Themenartikeln zu: Phonetische Komplemente, graphische Besonderheiten, Abkürzungen, Transliteration (Umschrift), Ästhetik, Bildhaftigkeit, Leserichtung sowie ein wenig Grammatik. Das Wissen darüber, ist unverzichtbar für das erfolgreiche Studium der Hieroglyphenschrift.

Mit selbst geschriebenen Hieroglyphen (oder besser gesagt nachgezeichneten), die in die einzelnen Kapitel eingesetzt sind, begreift der Leser nach und nach dieses System der Schrift und kann nach Erlernen der Grammatik mit dem Teil der Übungsaufgaben weitermachen. In diesen zwölf Aufgaben werden verschiedene Inschriften auf ägyptischen Objekten dargestellt, anhand derer der Leser mit der Entzifferung und Lesung vertraut gemacht wird. Nach Schwierigkeitsgrad geordnet: angefangen von der einfachen Königsnamen-Kartusche bis hin zu einer mit Hieroglyphen übersäten Scheintür. Der Autor erklärt zu jedem einzelnen Objekt im Detail jede einzelne Hieroglyphe: Bedeutung, Umschrift und Übersetzung im Kontext.
Die dargestellten Objekte mit den Inschriften im Buch, sind zum Beispiel: ein Holzkasten, ein Türsturz, ein Alabasterkelch, eine Vignette aus dem Totenbuch und weiteres mehr.

Der Schlussteil des Buches listet auf: altägyptische Königsnamen und Götternamen und im Anhang dann die Lösungen zu den zwölf schönen Übungsaufgaben sowie eine dazugehörige Wörterliste mit all den Wörtern die in den Aufgaben und Kapiteln vorkommen.

Fazit:

Noch immer ist Hieroglyphen ohne Geheimnis eines der besten Bücher zur Einführung in das System der ägyptischen Hieroglyphen-Schrift, wenn es um das Erlernen dieser Schrfitsprache geht. Geschaffen für das breite Publikum und deshalb für alle Laien und interessierten Anfängern prima geeignet. Der Leser wird nicht alle Zeichen erlernen müssen, doch die wichtigsten zunächst, das sind ca. 150 Hieroglyphen.
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, die ich mit diesem Buch gemacht habe, kann ich es nur weiterempfehlen. Jedenfalls für all Jene, die bereit sind im Eigenstudium zu Hause (und nicht am Computer), einen unkomplizierten Zugang zu den einst geheimnisvollen Zeichen, zu beginnen.
Übrigens: der Franzose Jean-François Champollion hat 1822 die Hieroglyphen entziffert.

(Rezensentin: Anja Semling, im September 2012 )

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