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Klassifikationen

"Gardiner Zeichenliste" Zusammenstellung der wichtigsten Hieroglyphen

Um die große Anzahl an Hieroglyphen-Zeichen besser zu ordnen, hat der engl. Ägyptologe A.H. Gardiner (daher auch der Name "Gardiner Zeichenliste") eine Unterteilung vorgenommen, die sich auf die Zeichen des Mittleren und Neuen Reiches, bezieht. Diese Unterteilung in 26 Klassen, zu einer kompletten Zeichenliste, klassifiziert die Hieroglyphen-Zeichen nach Lebewesen, Sachen und Gegenständen, die sie darstellen. Allerdings sind nicht alle der existierenden Hieroglyphenzeichen in der Liste angegeben; aufgrund ständiger Erweiterung des gesamten Bestandes. Die Gardiner-Liste umfasst etwa 700 Zeichen. Es gibt aber weit mehr Hieroglyphen, vor allem jene, die in der Ptolemäerzeit hinzukamen.

Folgende Klassifikationen gibt es:

A: Männer und ihre Beschäftigungen
B: Frauen und ihre Beschäftigungen
C: Menschengestaltige Götter
D: Menschliche Körperteile
E: Säugetiere
F: Körperteile von Säugetieren
G: Vögel
H: Teile von Vögeln
I: Repilien
K: Fische
L: Wirbellose Tiere
M: Pflanzen/Bäume
N: Himmel, Erde, Wasser
O: Gebäude und Teile von Bauten
P: Schiffe und Schiffsteile
Q: Möbel
R: Tempelmobilar
S: Kronen, Kleidung, Stäbe
T: Waffen, Jagd, Schlachtung
U: Landwirtschaftsgeräte und Handwerk
V: Körbe, Stricke, Säcke, usw.
W: Stein- und Tongefäße
X: Brot, Kuchen, Gebäck
Y: Schreibzeug, Spiele, Musik
Z: Striche, Geometrische Figuren
Aa: Unklassifizierbares

Fällt eine bestimmte Hieroglyphe in eine bestimmte Gruppe, so ergibt sich daraus für diese Hieroglyphe ein eigener Code, eine Nummer, die stets den entsprechenden Index-Buchstaben der passenden Gruppe als Identifikation beinhaltet sowie die Nummerierung innerhalb in dieser selben Gruppe, z.B. A2 oder U6, usw. Beispiele dazu in nachfolgender Grafik:

Beispiele von Zuordnungen:




Das Buch von Alan Gardiner mit seiner kompletten Zeichenliste darin und mehr:

  • Egyptian Grammer von Alan H. Gardiner, Oxford, 1957:
    Nachschlagewerk und umfassende Darstellung der Grammatik der mittelägyptischen Sprache. Allerdings entspricht die Darstellung des Verbs nicht mehr dem heutigen Stand der Wissenschaft. Aufbau des Buches nach Gardiners eigener didaktischer Methode.

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